Die Metropolregion Hamburg hat sich zu einem der führenden Standorte der Energiewende in Deutschland entwickelt. Seit 2010 hat sich die Beschäftigung in der Branche der erneuerbaren Energien nahezu verzweieinhalbfacht, die Bruttowertschöpfung ist von einer auf 5,26 Milliarden Euro gestiegen. Mit rund 6,5 Prozent Wachstum pro Jahr legt die Branche etwa viermal so schnell zu wie die Gesamtwirtschaft der Region.
Die Studie zeigt aber auch, wo die nächste Phase hakt: Die Technologien gelten als verfügbar. Die Engpässe liegen in Genehmigungsverfahren, im Netzausbau, im Transfer von der Forschung in die Anwendung und im Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft.
Drei Befunde, die die Lage zusammenfassen
Was der Branche am wichtigsten ist, wo die Wertschöpfung heute entsteht - und wie weit der Wasserstoffhochlauf hinter den politischen Zielen liegt.
Drei Kapitel zum Erkunden
Jedes Kapitel bündelt seine Grafiken auf einer eigenen Seite.
Die Branche als Wachstumsmotor der Region
Beschäftigung und Bruttowertschöpfung der erneuerbare-Energien-Branche in der Metropolregion Hamburg, aufgeschlüsselt nach sieben Technologiebereichen - und die Sicht der Branche auf die Bedingungen am Standort.
Zum Kapitel: Die Branche als Wachstumsmotor der Region →Starke Forschungsbasis, ausbaufähiger Transfer
22 Wissenschaftseinrichtungen der Region arbeiten am Thema, 294,5 Millionen Euro Bundesfördermittel flossen zwischen 2021 und 2025 in Projekte mit ihrer Beteiligung. Beim Weg in die wirtschaftliche Anwendung zeigen sich Lücken.
Zum Kapitel: Starke Forschungsbasis, ausbaufähiger Transfer →Ein Hub im Aufbau - mit stockendem Markthochlauf
Die Metropolregion verbindet Industrie, Hafen und Importlogistik und zählt zu den wichtigsten Wasserstoffstandorten Deutschlands. Der Markthochlauf wird derzeit vor allem durch Wirtschaftlichkeit und Regulierung gebremst, nicht durch Technik.
Zum Kapitel: Ein Hub im Aufbau - mit stockendem Markthochlauf →Daten & Methodik
- Studie
- Erneuerbare Energien und klimaneutrale Energieversorgung - Wirtschaftliche Lage und Entwicklungspotenziale der Branche in der Metropolregion Hamburg (Prognos AG / cruh21, Juli 2026)
- Auftraggeber
- Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH)
- Ökonomische Kennzahlen
- Prognos-eigenes ENVIGOS-Modell, Sonderauswertung der Beschäftigtendaten der Bundesagentur für Arbeit für Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, 2010 bis 2025
- Unternehmensbefragung
- Online-Befragung April bis Mai 2026, 196 teilnehmende Organisationen; die Zahl gültiger Antworten variiert je Themenblock
- Innovationsanalyse
- Förderkatalog des Bundes (Fökat) 2021 bis 2025; Start-up-Daten aus NetZero Insights
- Hinweis zu Abbildung 5
- Die Studie beschriftet die Segmente der Standortfaktoren nicht. Die hier gezeigten Anteile wurden aus der veröffentlichten Abbildung abgegriffen und gegen die im Studientext genannten Schwellenwerte geprüft.